Erstes Urteil gegen IVECO wegen Lieferwagen Daily

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Der bekannte österreichische und auf Abgasverfahren spezialisierte technische Sachverständige Univ.-Prof. Dr. DI Hermann Steffan hat nun Klartext gesprochen und in einem von RA Mag. Moser am Landesgericht Salzburg betreuten Verfahren festgestellt:

Alle Motoren der IVECO Daily FIAT Ducato Fahrzeuge besitzen nur bei Außentemperaturen weit über 0° Celsius eine halbwegs funktionierende Abgasreinigung. Daher hat das Landesgericht Salzburg den IVECO Konzern (Stellantis) dazu verurteilt, dem von RA Moser (www.abgasanwalt.at ) vertretenen Tischler bei sonstiger Exekution Schadenersatz zu zahlen. Und zwar mit € 26.460,00 samt 4 % Zinsen ab 29.4.2025 (Datum der Klagszustellung) mindestens den aktuellen Preis, den man beim IVECO Händler für dasselbe Fahrzeug bezahlen muß sowie (hohe) 4 % Zinsen pro Jahr. Das Urteil ist nicht rk kommt aber der Vorgabe des Europäischen Gerichtshofes nach, welcher längst bestätigt hat, was Moser seit Beginn der Abgasskandale vorbringt: Autohersteller müssen zu abschreckenden Schadenersatzbeträgen verurteilt werden, damit sie die Betrügereien mit den Abgaswerten endlich beenden. Dies ist nun wieder passiert. Ein respektables Urteil!

Endlich liegt aber nach VW, Audi, Mercedes, BMW, FIAT, OPEL, etc. auch gegen IVECO ein Urteil vor, welches österreichweit für Aufsehen sorgt und schon jetzt viele weitere Besitzer von IVECO und DUCATO Lieferwägen zu Klagen veranlasste. Mehr als kurios mutet daher an, dass doch IVECO selbst laufend behauptet, gerade die Iveco Daily Modelle seien vom Abgasskandal nicht betroffen. Demgegenüber hat der Sachverständige klargestellt, dass diese sich gerade nicht von den FIAT Ducato Modellen in Bezug auf die Zugehörigkeit zum Abgasskandal unterscheiden, ja vielmehr sogar 1:1 vergleichbar seien.

Ein pikantes Detail am Rande:

Der Sachverständige hatte seine Informationen darüber, dass die Fahrzeuge bei weitem zuviel Abgas ausstoßen, von FIAT selbst erhalten. Dass derartig plattes Vorgehen eines Autoherstellers bis dato keine weiteren Folgen hat, ist dem österr. Justizsystem geschuldet, welches sich hier mit strafrechtlichen Ermittlungen äußerst zurückhält.

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